Lockdown "hart" 2 - day 20 - über direkte Folgen des Lockdown, chinesische Engel und Outlander

Lockdown "hart" - Tag 20. Der letzte Tag. Das letzte Kapitel. Morgen kehren wir vorsichtig in die gelockerte Unlockerheit zurück. Heute Morgen wurde mir bewusst, dass der zweite Lockdown schwere, psychische Folgen für mich hat, denen ich mich stellen muss. Ich selbst muss mir die Frage stellen, ob mir mein Verhalten zu denken geben sollte. Das Wetter ist "bescheiden". Es ist kalt, es ist feucht, es schüttet. Das typische CKW (Couch-Knotz-Wetter). Aber selbst die Witterungsbedingungen erklären mein heutiges Verhalten nicht. Es ist unbestreitbar eine direkte Folgeerscheinung des zweiten Lockdowns. Ich habe meiner Frau heute mit meiner Kaffeetasse zugeprostet, wollte mit ihr anstoßen. Wir haben zwar beide herzhaft darüber gelacht, sie vor allem, weil sie bemerkte, dass es nicht als Schmäh gedacht, sondern mein voller Ernst war, zugleich ... bedenklich. Ebenso bedenklich wie chinesische Engel. Darum auch das heutige "Blog-Titelbild". Vor knapp drei Monaten wurde ich auf Facebook auf eine Werbung aufmerksam, bzw. besser gesagt die Werbung wurde mir ungefragt von Facebook zugespielt. Engelsflügel. Lebensgroße, realitätsgetreue Engelsflügel. Allein das "realitätsgetreu" muss zu denken geben, denn wer von uns hat schon mal einen lebenden Engel mit Flügeln in Natura gesehen? (Das Villacher Bauerngman-Christkind zählt in diesem Fall nicht!). Jedenfalls hab ich mir die Werbung näher angeschaut und gedacht, okay, warum nicht. Sehen gut aus. Sehen sogar sehr gut aus. Selbst, wenn die Qualität nicht überragend sein sollte - für ein, zwei Shootings sollte es reichen und dann haben sie ihren Zweck erfüllt. Der Preis: knappe USD 43,00 inkl. Versand - 50 % Preisnachlass - für die Adult-Edition. Bestellt, bezahlt, Bestell- und Zahlbestätigung erhalten. Oh oh. Chinesischer Verkäufer. Davon war in der Werbung keine Rede. Na ja, andererseits diese Teile werden heutzutage wahrscheinlich zum größten Teil in China hergestellt. Also erstmal abwarten.

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Lockdown "hart" 2 - day 18/19 - über Prioritäten, Gerechtigkeit, Traumdeutung und Kunstfotografie

Lockdown "hart", Tag 19. Zahlreiche E-Mails und Anrufe haben mich erreicht, da die Leute den gestrigen Blog-Beitrag vermisst haben. Hahaha! Der war gut! Warum gab es gestern keinen Tag 18-Blog-Beitrag? Folgende Möglichkeiten stehen als Grund zur Auswahl:

a) Der Server ist unter der Last der Zugriffe zusammengebrochen.

b) Bill Gates hat meine Seite blockiert.

c) Ich habe von der Schule des Pubertiers erfahren, dass meine Dienste als Home-Teacher nicht länger benötigt werden, da die Schule nächste Woche ihre Tore wieder öffnet und musste diesen Schicksalsschlag erstmal verdauen.

d) Ich wurde von einer Tse-Tse-Fliege gestochen und habe bis heute geschlafen.

e) Ich hatte einfach keinen Bock.

f) Ich habe Abendessen für die Familie richten und gemeinsam essen prioritär über Blogeinträge-Schreiben angesiedelt.

g) Ich hab den ganzen Tag das Urteil gegen Karl-Heinz Grasser gefeiert.

 

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Lockdown "hart" 2 - day 17 - über die Überwindung, den Sport und Erotikfotografie

Lockdown "hart", Tag 17. Ein Ende in Sicht! Heute Nacht hat es weiter geschneit. Jetzt weiße Pracht, in Kürze brauner Gatsch. Heute ist ein guter Tag. Für nächste Woche drei dringend notwendige Aufträge herein bekommen. Um fit zu sein/bleiben/noch fitter zu werden auch heute 30 Minuten Rudern. Ca. 80 % der Muskelgruppen des Körpers werden dabei beansprucht/trainiert. Start bei Minute 30:00. Bei Minute 28:00 die Frage an mich selbst "Warum???".  Bei Minute 25:00 fängt die Brille zu rutschen an. 12 Minuten sind vorbei, die Brille liegt nun am Boden, meine Augen brennen vom Schweiß und ich kneife sie immer wieder zu. Am See zu rudern hat natürlich Vorteile. Man sieht, erfährt, wie man weiter kommt, eine Distanz zurück legt, bekommt ein Gefühl für die Geschwindigkeit. Nicht so beim Zimmerboden und Rudern am Stand. Ich schließe erneut die Augen und stelle mir vor, am See zu rudern. Im Vierer ... ich bin der Schlagmann. Vor mir sitzt Olga, die 57jährige, ergraute, 118 Kilo schwere Siebenfachweltmeisterin im Bankdrücken als Steuerfrau. Wir kennen Olga bereits von Tag 8 des Lockdowns. Nimmt man Frauen nicht gerne als Steuermänner beim Rudern, weil sie kleiner und leichter sind? "Schnäääjjjjlllääääärrrr!" Die über beide Bootsränder quillende Olga drückt das Ruderboot mit ihrem Gewicht so weit ins Wasser, dass ich im Vierer der einzige bin, dessen Ruder mit dem Wasser noch Berührung haben. Zwei, Drei und Vier flattern mit ihren Rudern wie die Beine eines am Rücken liegenden Käfers durch die Luft. Genauso anstrengend fühlt es sich im Moment auch an. Warum fällt mir immer so ein Flatus ein? Aber das war leider schon immer so. Wenn ich mich daran erinnere, wie ich vor 12 Jahren mit einer zerplatzten Bandscheibe im Krankenhaus gelegen habe und sie mich mit irgendwelchen Opiaten weggebeamt haben ... da war das ganze Zimmer in Rot getaucht ... Energiebahnen waren zu sehen und auf diesen Energiebahnen flogen leuchtende Giraffen, Zebras und Elefanten durch mein Zimmer. Keine spärlich bekleideten, attraktiven Krankenschwestern, die bei jeder Bettumkreisung "Es wird alles gut" flüstern, nein! Afrikanische Viecher! Apropos spärlich bekleidet ... (das Überleiten funktioniert wieder) auch beim heutigen Fach-Thema ist spärliche Bekleidung die Norm. 

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Lockdown "hart" 2 - day 16 - über's Impfen, Autofahren bei Neuschnee und die Produktfotografie

Tag 16 im Lockdown "hart". Winter is coming. Hab gestern Abend Pizza gemacht und heute erfreulicherweise über keinerlei Beschwerden zu klagen. Nach dem Flüssigfrühstück (schwarzes Gold) für eine halbe Stunde rauf auf das Rudergerät und trainierend abreagiert. Auf der digitalen Titelseite meiner Tageszeitung prangert "Die große Impfdebatte - Mythen & Fakten". Mir eigentlich so ziemlich egal, solange ich selbst entscheiden darf, was ich mache und was nicht. Wobei mich gerade in diesem Moment die eigene Wortwahl ein wenig schockiert. Solange ich selbst entscheiden darf, was ich mache und was nicht. Solange ich selbst entscheiden kann, müsste es heißen. Das "dürfen" suggeriert ja bereits, das man sich damit abfindet, dass gewisse Dinge von der Entscheidung der Obrigkeit abhängig sein werden. Nicht mit mir. Viva la revolución!!! ICH entscheide, was ich mache und was nicht! Ha! Es beginnt zu schneien. Flockdown im Lockdown. Super. Normalerweise wäre das um diese Jahreszeit etwas Tolles. Vielleicht endlich mal Adventmarktfotos bei Schneefall oder zumindest mit Neuschnee möglich. Heuer kannst Adventbeleuchtung mit Schnee auf menschenleeren Straßen fotografieren. Brauche den Schnee aktuell somit überhaupt nicht. Bekomme ein wenig später mit dem Auto auf der Straße fahrend die Bestätigung. Ja, es ist schon eine Laune der Natur! Im Dezember hat es ja noch nie geschneit! Habe daher vollstes Verständnis dafür, dass die Straßen in der Stadt weder geräumt, noch gesalzen sind. Muss man ja nicht bei ein paar Zentimeter. Eh nicht. Das Problem ist nur, dass jedes Jahr beim ersten Neuschnee dieselben Nurmis mit ihren Autos unterwegs sind. Die wichtigste Regel bei Neuschnee und Straßen mit Steigung (Umgangssprachlich "Hiegl"), die noch keinerlei Winterdienst erfahren haben: bitte gaaaaaaaanz langsam anfahren! Ja nicht zu viel Gas geben und ganz wichtig - wenn's merkt's, dass die Antriebsräder durchrutschen anfangen - weg vom Gas und bremsen! Dann sanft den Hügel zurück heruntergleiten, mir entgegen, quergestellt dahinsiffelnd, wunderbar. Vor meinen geistigen Auge spielt ein neuer Kopfkinofilm. FSK18-Inhalt, den psychologischen Folgen des Lockdowns schuldend. Ich öffne die Fahrertüre. Steige wortlos aus meinem Auto. Winke dem Autofahrer vor mir, der mich durch die Scheibe beobachtet freundlich zu. Sein Wagen steht quer auf der Fahrbahn, die Hinterradfelge dicht an den Randstein geschmiegt. Ich ziehe eine Schneestange aus ihrer Verankerung und gehe zum hängen gebliebenen Auto. Ich hole zügig aus und wuchte mit schmeidigen Bewegungen die Schneestange solange auf die Motorhaube des anderen Fahrzeuges, bis die Stange bricht. Dann gehe ich noch immer mit freundlichem Gesichtsausdruck zur Fahrertüre und klopfe sanft an die Scheibe. Als der Fahrer diese herunter lässt grüße ich mit einem freundlichen "Jesus liebt dich!", setze mich in mein Auto und fahre weiter. Der bleibt beim nächsten Neuschnee zuhause. Kopfkino aus. Also umdrehen und andere Route suchen. Scheinbar leidet auch meine Eloquenz unter Lockdown und Flockdown. Erneut ein harter Übergang.

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Lockdown "hart" 2 - day 15 - über meine Rede zur Lage der Nation, Friseure und Outdoorfotografie

Hart, aber schmerzlich. Lockdown hart, Tag 14. Es ist der erste Dezember im Lockdown. Sowohl was das Datum, als auch den Monat selbst betrifft. Ich lese meine E-Paper-Zeitung. Gott geht's mir schon am Arsch. Wobei die innere Trägheit und Corona-Müdigkeit schon so ausgeprägt ist, dass mir das "Geht's mir schon am Arsch" meiner inneren Stimme eher so wie ein inneres Geflüster in den hinteren Hallen meines Denkareals erscheint. Morgen galoppieren die vier apokalyptischen Reiter aus ihren gut durchlüfteten, aerosolarmen Ställen zur Pressekonferenz um die frohe Botschaft zu verkünden! Was werden sie wohl sagen? Ich überlege mir, was ich abgesehen von Fotografie beruflich machen könnte. Ein weiteres, finanzielles Standbein? Oder überhaupt "umsatteln"? Ich könnte Reden für unsere Politiker verfassen. Ich würde vor allem wieder einmal auf Authentizität großen Wert legen! Dass mir Authentizität wichtig ist, wissen treue Blogleser (das "treue" bezieht sich auf die Regelmäßigkeit mit der meine Blogbeiträge gelesen werden, das andere kann ich nicht beurteilen und ja, er pfeift schon wieder auf's Gendering. Wobei ich das Gendering der poliltical correctness in meiner Rede natürlich berücksichtigen werde!) bereits. Und hier mein Entwurf für die morgige Ansprache:

"Liebe Österreicherinnen, liebe Österreicher, liebe Quarantänisierte und Quarantänisiertinnen, böse positiv Getesteten und liebe negativ Getesteten. Wir haben in den letzten Tagen auf vieles verzichten müssen. Auch ich habe in den letzten Tagen auf vieles verzichten müssen. Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist und ein hohes Maß an Einsatz von Ihnen, Ihren Lieben, aber auch mir verlangt hat und auch weiterhin verlangen wird. Aber die von mir getroffenen Maßnahmen haben gezeigt, dass der harte Lockdown, den ich ja schon viel früher machen wollte, aber die anderen haben nicht mitgespielt, erste Wirkung zeigt! Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und nicht müde werden! Nur so können wir es schaffen, vom Welt-Nachsitzer wieder zum Welt-Musterschüler zu werden! Natürlich können Sie jetzt sagen, ich hätte mit meinen Mitunverantwortlichen in den Sommermonaten ein schlüssiges Konzept entwickeln können. Wir hätten in den Krankenhäusern für entsprechende Kapazitäten oder gar Einrichtung  von Covid-Stationen sorgen können. Wir hätten auf Ärztevertreter hören können, die gemeint haben, dass Massentests bei gesunden Menschen nicht zielführend wären. Aber ich kenne leider niemanden, der einen kennt, der sich auskennt und dann haben wir eben Ampeln gebastelt und nachdem die Ampel nix gebracht hat, hab ich mir gedacht am besten ist, wir sperren einfach fast alles wieder zu. Außer die Fotostudios. Die dürfen offen haben. Bitte bleiben Sie zuhause. Sie können raus, wenn Sie zum Arzt müssen, außer wenn Sie krank sind. Dann rufen Sie bitte 1450. (Was soll das helfen, wenn ich krank Zuhause sitze und "1450!!!!" schreie???) Sie können raus, wenn Sie alleine Sport treiben. Künftig noch mehr. Unter freiem Himmel und alleine. Aber der Himmel muss frei sein. Bei Bewölkung nicht. Sie können auch zum Essen-Einkaufen raus gehen. Ah ja! Und die Fotostudios haben auch offen! Das ist wichtig. Auch ist es ganz entscheidend, dass die Leute Abstand halten. In Zeiten wie diesen ist es von großer Bedeutung, dass jeder mit gebührendem Abstand neben sich steht.  Aber es gibt auch gute Nachrichten. Wir werden lockerer. Wir werden im ersten Schritt die Schulen wieder aufsperren. Damit hier keine neue Hotspots entstehen, wird die maximale Schüleranzahl in einer Klasse in direkte Abhängigkeit zur Klassenraumgröße gestellt. Es dürfen je 10 m² ein Schüler oder Lehrer in der Klasse sein.  Wenn man zum Beispiel eine Klasse mit 8 Meter mal 5,5 Meter hat, dann beträgt die Fläche dieser Klasse 44 m². In dieser Klasse dürfen dann zum Beispiel entweder 4 Schüler und 0,40 Lehrer sein oder zum Beispiel 4 Lehrer und 0,40 Schüler. Sie sehen schon, wir haben die letzten Wochen des Lockdowns genutzt um uns ein System zu überlegen, das es uns ermöglicht so rasch wie möglich wieder zu einer normalen Abnorm zu gelangen. Allerdings wird diese Lockerung davon abhängen, wie viele von Ihnen sich testen lassen! Wir haben dafür Sorge getragen, dass sich jeder massenweise testen lassen kann! Wenn einer zum Beispiel 10 Tests macht, dann werden die Ergebnisse durchgerechnet, wobei negative Ergebnisse um die Bevölkerung zu motivieren, sich testen zu lassen, nur halb so viel gewichtet werden, wie die positiven Ergebnisse. Das heißt ein negatives Testergebnis gibt 0,50 Punkte, ein positives Testergebnis gibt 1 Punkt. Wenn man über 50 % Punkte/Testanzahl erreicht, darf man für 10 Tage zuhause bleiben. Wenn also jemand 7 Tests macht (die Tests müssen unmittelbar aufeinanderfolgend gemacht werden, damit kein Schummeln möglich ist) und davon sind dann 4 negativ und 3 positiv, dann sind das 2 Punkte für die negativen Tests und 3 für die positiven Tests, also 5 Punkte gesamt. 50 % von 7 ist 3,50 - der Getestete darf also in diesem Fall für 10 Tage Zuhause bleiben. Sollten Tests verloren gehen, was leider auch passieren kann, wird der Getestete nach dem in-dubio-pro-casa-Prinzip unter Quarantäne gestellt. Außer er lässt sich impfen, wobei das freiwillig sein wird, wenn es genügend Freiwillige gibt. Wir setzen hier gewissermaßen in hohem Maße auf unfreiwillige Freiwilligkeit. Und außerdem ist die österreichische Bevölkerung leider zu dumm, um zu kapieren, warum es wichtig ist, dass wir Homeschooling machen und einen Lockdown und zuhause bleiben! Darum habe ich mir jetzt 180 Millionen Euro von Ihren Steuergeldern als Werbebudget bewilligen lassen. Damit ich Ihnen begreiflich machen kann, warum es so wichtig ist, dass Sie sich an meine Maßnahmen halten! Und dieses Werbeetat habe ich mir für die Dauer von vier Jahren einräumen lassen. Es gibt jetzt leider sogenannte Verschwörungstheoretiker, die meinen daraus ableiten zu können, dass Corona gar nicht existieren würde, weil allein der Umstand, dass dieses Werbebudgets für vier Jahre bewilligt worden ist, beweisen würde, dass das Ganze geplant ist. Aber das stimmt nicht! Die vier Jahre sind deswegen, weil ich dann mit einem Großteil dieser 180 Millionen Euro meine nächste Wahlkampfwerbung finanzieren kann ... uuupppppsssss."

Okay ... ich glaube, wenn ich genauer darüber nachdenke, dass ich für die von mir geschriebenen Reden eher keine Vortragenden in den Reigen unserer apokalyptischen Reiter finden werde.

Die Friseure haben übrigens geschlossen und werden, wie es scheint, auch weiterhin geschlossen bleiben. Fakt ist, dass ich kurz vorm Lockdown noch zum Friseur wollte und dann ist es sich mir zeitlich nicht ausgegangen. Ich war überfällig. (Was das Haareschneiden betrifft, nicht die Fruchtbarkeitsperiode.) Ich bin jetzt fast drei Wochen überfälliger, als ich es noch vor drei Wochen war und jetzt dürfen die Friseure wieder nicht aufsperren. Habe ich bereits erwähnt, dass mir das Ganze schon massiv am Ar.....beit geht mir glücklicherweise noch nicht aus. Glücklicherweise hatte ich heue einen B2B-Outdoortermin. Endlich wieder mal eine Kamera in der Hand und damit arbeiten! Zugleich wird es Zeit das heutige Fach-Thema zu behandeln. Ich weiß, gewissermaßen ein harter Übergang im harten Lockdown, quasi ein Bloggus Interruptus.

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Lockdown "hart" 2 - day 14 - über Düfte, Aerosole und Werbeportraits

Vorweg zu Beginn für alle, die den gestrigen Blog-Beitrag gelesen haben und sich seitdem die Frage aller Fragen stellen: Ja, ich habe die Sommerreifen in den Keller getragen und dort eingelagert.

Die Tage werden kürzer und kürzer und bald schon wieder länger. Normalerweise herrscht um diese Jahreszeit bereits reges Adventmarkttreiben. Scharen scheren sich einen Dreck um Sicherheitsabstände oder gar Masken und schlürfen genüsslich ihren Punsch oder Glühwein. Nicht so heuer. Keine duftenden Bratäpfel oder Aschanti. Keine wohligen Gerüche. Ein gravierendes Symptom der aktuellen Geisel der Menschheit ist der Verlust des Geschmacksinnes. Und natürlich auch Geruchsinnes. Schmecken ohne Riechen geht nicht. Wobei ich gerade von einem effizienten Corona-Selbsttest gehört habe. Man stecke sich einen Finger in den Mund und den anderen in den Allerwertesten. Nach fünf Minuten Wechsel. Wenn es gleich schmeckt, hat man Corona. Wie entstehen überhaupt Düfte? Hat sich das jeder schon mal gefragt? Es handelt sich um flüchtige Stoffe.  Sogenannte Duftmoleküle. Treffen diese auf unsere Geruchsrezeptoren, wird eine Reaktion ausgelöst. So ...  nun zum prekären Teil des Riechens. Schwach besaitete Gemüter, bzw. jene, die weiter in einer Illusion leben wollen, mögen nun nicht weiter lesen. Habt ihr euch schon mal gefragt, was passiert, wenn wir in einer öffentlichen Toilette üble Gerüche wahrnehmen? Also ich könnte - wenn ich wollte - seit Jahren den Weltrekord im Apnoe-Tauchen brechen, da ich in bestimmten, öffentlichen Toiletten schlichtweg vom Betreten und ersten Geruchsempfinden bis zum Verlassen die Luft anhalte. Warum? Ganz einfach: Kackosole (meine wissenschaftliche Bezeichnung). Das sind winzig kleine, Molekular-Kack-Schwebeteilchen der Vorschei..., die wir einatmen! Ja, genau! Jetzt wisst ihr, warum wir das riechen können! Mit Mundschutz riecht man es übrigens auch! Daher meine Annahme, dass die Schutzfunktion bestenfalls als unzureichend bezeichnet werden kann. Aber genug dieser erschreckenden Fakten und weiter zum heutigen Thema, der Werbeportrait-Fotografie, die alles andere als unzureichend umgesetzt werden sollte.

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Lockdown "hart" 2 - day 13 - über LOL, das Schweigen der Lämmer und Babyfotografie

 

Advent, Advent, die erste Kerze brennt und jeder einen kennt, der einen kennt, der einen Adventkranz hat.

Doch Homeschooling fällt nicht unter die Advent-Amnestie und heute steht Englisch am Lehrplan.

Eeeeeeennnnglllliiiissssssch. Wenig lang um (ich mag das eine Wort nicht mal mehr richtig schreiben) shocking. Wenn du beim Lernen drauf kommst, dass grundsätzliche Dinge noch nicht sitzen, findet das LOL-Prinzip Anwendung. Treue Blogleser (ja, richtig gelesen, ich scheiß auf das Gendering!) wissen bereits, dass LOL für "Lernen oder Leiden" steht. Das Pubertier hatte die Qual. 30 min. mit für dad unerträglich langen Pausen des "Nachdenkens" und "in sich gehens" seitens daughter münden in eine drakonische Strafe, die grandpa schon bei daughter's dad angewandt hat. Die Konjugation im Präsens von "to be" und "to have" ist jeweils schön geschrieben, mit Füllfeder, ohne Fehler (das Verwenden des Tintenhitman ist untersagt) in sauberer, ordentlicher Form 20x zu Papier zu bringen, wobei he/she/it jeweils in einer Zeile separat anzuführen sind. Was soll ich sagen. Jetzt kann sie's.

"Denkst du an die Winterreifen?" erkundigt sich meine Frau. "Ja, denke ich." Ich denke seit Tagen an die Reifen, die es noch nicht selbstständig vom Kofferraum in den Keller geschafft haben.  

Aber zuvor noch meinen Kaffee austrinken und die Zeitung fertig lesen. Wundervoll. Wunnndddäääärrrvolllll. Ich bin begeistert. Besonders spannend finde ich die Passage mit der Frage "Werden wir im Sommer die Masken wegschmeißen können?" und dazu die Antwort unseres BKK "Ich gehe davon aus, dass wir im Sommer zur Normalität zurückkehren, wenn sich ein erheblicher Teil der Bevölkerung geimpft hat." Ich gehe jetzt auf diese Aussage nicht näher ein, soll sich ein jeder seine eigene Meinung darüber bilden.

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Lockdown "hart" 2 - day 12 - über Vokabellernen, Präzision und Schwangerschaftsfotografie

Tag 23 kommt raus, wenn man Tag 12 schreiben will, die Finger aber schlampig auf der Tastatur liegen hat. Vielleicht bin ich meiner Zeit auch einfach voraus. Es ist Wochenende. Eine eigenartige Mischung aus innerer Trägheit und Stress. Stress, der verstärkt wird, wenn man des Pubertiers Vokabelkenntnisse überprüft. Vater-Tochter-Bande werden ebenso einer Belastungsprobe unterzogen, wie meine Geduld. Einerseits tut sie mir extrem leid, weil sie unter dem ganzen Scheiss zu leiden hat, eine verhunzte "Schul"zeit hat und seit über einem halben Jahr mit einer abnormalen neuen Normalität konfrontiert wird, andererseits werde ich immer zorniger, wenn ich an unser systemloses System denke. Und ich mache hier den Lehrern keinen Vorwurf. Die bemühen sich ihrer Lehrverpflichtung so gut wie möglich nachzukommen.

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Lockdown "hart" 2 - day 11 - über Wiederholungstäter, die Gefahren in der Küche, Smoothies und Workshops

Tag 11, im Frühtau zu Berge wir ziehen fallera, ich fühl mich heut nicht wohl, so ein Schaß fallera! Gestern Abend hab ich Burger gemacht. Keine Fertig-Burger. Frisch zubereitet - im Sinne von ohne tiefgefrorene (außer die Pommes), vorgefertigte, vorgewürzte oder abgepackte Zutaten. Kochen aus dem Bauch heraus für den Bauch ist grundsätzlich keine schlechte Sache. Wenn man sich dann aber Unmengen von rohem Zwiebel auf den eigenen Burger ladet, weil man zu viel aufgeschnitten hat und getreu dem Motto der Küchen-Marines "Es wird nichts weggeschmissen!" handelt, dann stellt sich erneut die am Tag 8 definierte Frage bezüglich der Kausalität. Möglicherweise bin ich aber auch nur vom Blutverlust geschwächt. Frauen menstruieren, Männer schneiden sich in den Finger. Besser gesagt hobeln sich mit dem Gemüsehobel ein kleines Stück Nagel samt -bett weg. "Hast du dir weh getan?" frägt die Maus besorgt. "Nein." antworte ich ein wenig verärgert über die eigene Ungeschicklichkeit, die meine Frau mit dem Kommentar "Das ist mal wieder typisch für dich!" auf den Punkt bringt. Hätte ich der Maus die Wahrheit sagen sollen? "Du musst jetzt stark sein. Du wirst ohne deinen Vater weiter aufwachsen müssen. Ich hätte dich so gerne zu deinem allerersten Date mit deinem ersten Freund, den ich für dich ausgesucht hätte, als Geschenk zu deinem 32. Geburstag, gefahren! Da rinnt er hin, des Lebens Saft! Mit jedem Tropfen schwindet dahin meine Kraft! Leb wohl du schnöde Welt in der es nur mehr geht um Masken und wie man sich verhält!" Ein echter Fakespear wäre das gewesen!

Heute Mittags dann nur was Leichtes. Smoothie. Eigentlich Saft. Ist ja auch irgendwie praktisch. Man muss nicht kauen, schont die Zähne, ist gesund (angeblich).  Schwarzer Rettich, Äpfel, (Karotten sind aus, dachte ich hätte noch welche, zu faul welche zu holen), ein Rest vom letzten Bierrettich und eine angeschnittene Tomate, die noch von gestern Abend übrig gewesen ist. Rein in den Entsafter damit. Das Ergebnis schmeckt wider Erwarten (die Tomate hat mich doch ein wenig verunsichert) nicht mal so schlecht. Da fällt mir der Rucola ein, der aufgebraucht gehört. Hungrig einkaufen gehen ist suboptimal. "Mmmmmmh ... Rucola ... und noch dazu minus 25 %!" Zugreifen sagen der Hausverstand, die Gier und der Magen! Dann sollte man den Salat eben auch am selben Tag oder spätestens am nächsten machen. Ging sich dann irgendwie doch nicht aus und nun wäre es fast schon ein -75%-Rucola. Der gehört verarbeitet! Den ganzen Pack Rucola in den Mixer gestopft mit Wasser und Saft aufgefüllt - frei nach dem Motto "no risk, no fun!". Klein gemixt das Ganze und in ein Glas gefüllt. Smoothie. Ja. Jaaa. Jjjooooojjjjaaaaaaaaaaaa. Schöne Farbe. Sehr schöne Farbe. Hab trotzdem das Ganze getrunken.

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Lockdown "hart" 2 - day 10 - über den Nikolaus, Motivation und Sportfotografie

Heute in der Zeitung zu lesen: Der Nikolaus darf kommen! (Im asexuellen Sinne) "Nikolo kommt mit Babyelefant" die Schlagzeile. Bis zur Haustür unter Einhaltung aller Corona-Regeln! Bisher galten diese "Immer mit einem Stück Limette und aus der Flasche saufen!". 2020 hat alles verändert. Auch den Nikolaus-Besuch. Wie wird das ablaufen? Die Familie hockt mit Masken und Sicherheitsabstand in der Stube, still und leise, wartet bis das "Trööörrrrrröööööööö" des Abstandhalters (ob indischer oder afrikanischer Herkunft wurde noch nicht geregelt) ertönt. "Der Nikolaus ist da!" Raus gelaufen, auf die Tür, davor der Elefant mit rot-weißen Filzpatschen, dahinter der Nikolaus, auf dessen Stab heuer erstmalig mit neongelben Klebeband auf 1,5 m-Höhe eine Markierung angebracht ist. Belzebub, der um diese Jahreszeit unter dem Synonym "Krampus" aktiv ist, steht mit respektvollem Rutenabstand rechts vom Nikolaus und hält den angeleinten Abstandselefanten. "Hände hoch! Das ist ein Überfall!" tönt es dumpf unter des Nikolauses Maske, der sich darauf lachend für den Scherz entschuldigt. Er meint es würde die diesjährige Situation ein wenig auflockern. Dann mit ernster Stimme "Ich bin der Nikolaus. Auch ich setze eine Maske auf! Seid ihr auch alle brav gewesen? Habt ihr Abstand gehalten und immer brav die Maske getragen? Denn wenn nicht, dann macht der Krampus jetzt einen PCR-Test mit Euch!" Dann drängt sich der kleine Bub nach vorne und sagt sein Nikolaus-Gedicht auf "Oh Nikolaus, oh Nikolaus! Wie schaust denn Du bloß aus? Der Bart er steht unter der Maske weg vom Gesichte! Ich kann mir nicht vorstellen, dass die soo richtig abdichte     ....           t!"

Für die unter Euch, die es mit ihren Kindern lernen wollen - die "fett" geschriebenen Silben werden betont, die Stimme leicht erhoben. Wichtig, um die Dramaturgie zu steigern, ist die Sprechpause vor dem "t". Bei der streng betonten Aussprache des "t's" bitte unbedingt einen Maske tragen, sonst wird der Abstandselefant angespuckt, Aerosole fliegen deutlich sichtbar durch die Luft. Der Nikolaus springt panikartig zurück, schlägt dabei mit seinem Stab in Kampfkunstmanier mit lautem Schrei dem Krampus mitten ins Gesicht, der sich laut fluchend die Nase hält, aus der rotes Blut herausschießt (noch mehr Aerosole!), lässt gleichzeitig die Halteleine fallen! Der Mini-Elefant nützt den Moment der Freiheit und galoppiert laut trötend davon, was wiederum schlecht für den Krampus ist, da sich die Abstandshalter-Elefantenleine um seinen Knöchel verwickelt hat und er in bester Wild-West-Manier vom Elefanten am Boden liegend, hinter sich her geschliffen wird. Die Geburtsstunde des Nikolaus-Cluster und der Mär von "Wenn du nicht brav warst, dann kommt dich der Abstands-Mini-Elefant holen!". An das haben die Herren in Wien mal wieder nicht gedacht. Eine KURZsichtige Denkweise sozusagen!

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Lockdown "hart" 2 - day 09 - über einen unerwarteten Geldsegen, die Hygiene, unser System und Reportagefotografie

Tag Neun im harten Lockdown. Hab mich heute rasiert. Auch in der Haft sind Hygiene und Körperpflege unabdinglich. Es hält dich am Leben! Ich hab auch die Jogging-Hose am Tag Zwei wieder in den Kasten verbannt. Mangelnde Disziplin führt zu Trägheit, Trägheit führt zu Rast, Rast führt zu Rosten und nachdem die 71er-Modelle keine Garantie auf Durchrosten haben, kommt das nicht in Frage.

Hab dann später im Auto einen Mann gesehen, der gerade Altglas entsorgt hat. Im Kofferraum seines Wagens eine große Kiste voll leerer Weinflaschen. Noch einer, der sich die Situation oder das Leben an sich schönsäuft. Er schaut her zu mir, ich mache die Korkenzieher-Geste, führe den Daumen zum Mund und strecke ihn dann mit einem anerkennendem Grinsen nach oben!  Sei gegrüßt, Bruder im Geiste. Er nickt lachend! (Für alle Skeptiker, die sich jetzt fragen, wie sich das im Vorbeifahren ausgehen soll: 1. Schon mal was von einer 30er-Zone gehört? 2. Mir wurscht, aber schon mal was von Schwellen gehört? Und 3. Schwelle in der 30er-Zone und gleich danach ein mitten in der Straße geparktes Auto, weil der Fahrzeuglenker 49 Weinflaschen entsorgen muss. Beweisführung abgeschlossen).

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Lockdown "hart" 2 - day 08 - Ernährung, die Zeugen Jehovas, Autofahren und Foodfotografie

Tag Acht. Die Sonne lacht. Früher hieß es Blende Acht, wenn die Sonne lacht. Heute Morgen war nicht soooo toll. Aufgeblähter Bauch. Unwohlbefinden. Hab's meiner Frau erzählt, die mit Sorge und Verständnis reagiert hat: "Wundert dich das bei dem, was du gestern Abend zusammgef..... hast?" Es folgt eine detaillierte Aufzählung meines nächtlichen Speiseplans, die Gedanken an einen totalitären Überwachungsstaat aufkommen lässt. "Drei Toasts mit Mayonnaise, eine Schüssel Salat mit einem halben Glas Mayonnaise darunter gemischt! Und was du sonst noch alles in der Nacht zusammengefuttert hast! Kein Wunder, wenn dir dann schlecht ist!" Es könnte unter Umständen darüber diskutiert werden, ob es sinnvoll wäre, der Frage bezüglich einer allfälligen, rudimentären Kausalität zwischen der Abfolge und der Quantität der dem Organismus zugeführten Nahrungsmittel und der Zusammensetzung selbiger und einem unterdurchschnittlichen, suboptimalen Wohlbefindens am Morgen des nächsten Tages, nachzugehen. Außerdem war es nur ein zu einem Drittel volles Mayonnaise-Glas. Ein kleines. Gestern stand das Abendessen unter dem Motto "Resteverwerten". Ehe ich mir die eingangs gestellte Frage beantworte kann, kommt noch ein ergänzendes "Außerdem schau dir mal an, wie du runterstopfst!" Das ist ein historischer Moment im Leben eines Mannes, Hometeachers, Hausmannes und nebenbei Fotografen. "Wundert's dich? Ich muss zwischen Essen-Richten und Küche-Putzen und unseren Diskussionen bezüglich Lernfortschritt des Pubertiers schauen, dass ich essen kann, solange es noch halbwegs warm ist. (Und jetzt kommt's!!!!) ICH kann mich nicht einfach an den fertig gedeckten Tisch setzen und in Ruhe essen!" HA! Genialer Schachzug! Meine Frau verkneift sich einen Grinser (weil sie genau weiß, wie es gemeint ist) und fragt nur lapidar "Machst Du heute wieder Abendessen?". Diese kleinen Situationen im Alltag, die neckischen Zwiegespräche, das Leben mit einem gewissen Sarkasmus und sich selbst nicht zu ernst zu nehmen ... das macht mein Leben leichter.

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Lockdown "hart" 2 - day 07 - über Warmwassermanagement, Einsamkeit und Familienfotografie

Tag Sieben bricht an. Der siebente Tag. Am siebten Tag hat Gott gerastet, nachdem er die Schöpfung abgeschlossen hat. Ich raste auch, aber höchstens aus. 

Muss mich sputen, hab um 8 Uhr einen Termin.

Ich lehne in der Duschecke und lasse mir das warme Wasser auf den Kopf regnen. Blick irgendwo ins Nichts gerichtet. Gehe in Gedanken meinen geplanten Tagesablauf durch. Fast wie in Trance. Eine innere Kälte macht sich schleichend bemerkbar, die daher rührt, dass das Wasser, das an mir herabläuft zunehmend kälter wird. Immer noch ist der Blick ins Leere gerichtet. Ein kleines Alarmglöckchen läutet sanft und leise im Hinterkopf. Langsam drehe ich den Kopf in Richtung Boiler. Die Nadel nähert sich dem blauen Bereich.

Es wird kälter. Winter is coming. Ja, ich weiß, aber bitte nicht in der Dusche! Jetzt ist vorbei, die letzte Bastion des Warmwasseranteils ist gefallen! Blitschnell schießt meine Rechte zur Armatur und dreht das Wasser ab.

"Schaaaaatz?!? Kann es sein, dass Du heute Haare gewaschen hast?" 

"Ja. Hast eh keine Zeit, um lange zu Duschen, hast ja um Acht einen Termin!"

Hmmmmmm .... ja, aber das wusste sie zu dem Zeitpunkt, als sie ihre Haare gewaschen hat noch nicht.

Es ist eine gefährliche Welt, in der wir leben. Mir fällt Squirrel von Ice Age ein, die Szene als er eingefroren war.

Nach dem Termin zurück ins Studio. Heute kein Homeschooling. Zumindest nicht am Vormittag. Die Maus ist in der Schulbetreuung und es taugt ihr voll. Endlich wieder mit Kindern zusammen.

Meine Frau als Systemerhalterin in der Arbeit, die Maus in der Schule, Hannes allein zu Haus. Einsam? Nö. Langweilig wird's nie. In einer Familie schon gar nicht. Stichwort "Familie" - Familienfotografie!

 

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Lockdown "hart" 2 - day 06 - ein nächtliches Gemetzel, Moodle und Portraitfotografie

Es ist Nacht und es ist dunkel. Die 16 Insassen kauern dicht aneinander gedrängt, Schulter an Schulter, Rücken an Bauch in der Zelle. Sie haben seit Ewigkeiten weder zu Essen noch zu Trinken bekommen. Der Boden der Zelle erbebt. Erschrockenes Raunen geht durch die Reihen. "Was war das" flüstert Thorsten. "Ich weiß es nicht" antwortet Hanegret. "Ist da jemand?" fragt Olaf ängstlich. Plötzlich wird die Zimmerdecke wie durch eine Sprengung weggerissen. Eine riesige Hand greift nach Jürgen. Ein kurzer Schrei, dann ist Jürgen verschwunden. "Es hat Jürgen geholt! Es hat Jürgen geholt!" Für kurze Zeit kehrt wieder Stille ein. Bernhard tastet im Dunkeln um sich. Lieselotte, neben ihm sitzend, flüstert ihm tröstend "Es wird alles gut, mein Süßer!" zu. Nichts wird gut. Die überdimensionale Hand kehrt diese Nacht noch 15mal zurück, ehe sich Stille über die nun leere Zelle legt.

"Hast du heute Nacht alle Ferrero Rocher gegessen, Papa?!?" lautet des Pubertiers kritische Frage heute Morgen. "Nein. Ich hab sie ausgepackt, weggeworfen und aus den Papierln für dich ein Kunstwerk gebastelt." "Du hast sie gegessen!" Schuldig. Schuldig im Sinne der Anklage. So schuldig wie man nur schuldig sein kann. (Waren allerdings meine Rocher. Sie hat ein eigenes Packerl bekommen. Kann meiner Tochter ja nicht ihre Rocher wegfressen. Böse Zungen behaupten, das wäre schon vorgekommen. Hab's verdrängt.)

Verbuche das nächtliche Ernährungsverhalten unter "CD". "CD" stand lange Zeit für compact disc.

Jetzt steht es für "Corona-Depression". Oder aber auch "completely dumb" - komplett deppat.

"Ein Mann ohne Bauch is a Krippl." Die vielsagenden Worte meines ehemaligen Kochlehrers. Wobei ... ich hab keinen Bauch. Ich hab einen 7,56-Zentimeter starken Vollwärmeschutz für mein Sixpack. Ist wichtig in der kalten Jahreszeit.

Wir - das Pubertier und ich - loggen uns bei Moodle ein. Hoooommmmmmmmmmskuuuuuuuuuuuuhhlllinnnngggg.

Arbeitsblätter in Biologie sind auszudrucken.

"Kann ich eingeben?"

"Ja klar" (Schließlich soll sie ja auch den Umgang mit PC, Tastatur und Maus erlernen)

"Boah! Dein Pfeil geht schnell!"

"Das ist der Mauszeiger. Das ist eine Abtastrate von 12.000 dpi bei maximaler Empfindlichkeit! Da braucht man Gefühl!"

Sie plagt sich mit dem Mauszeiger das anzuklickende kleine Kasterl zu erwischen.

"Aber das haben wir ja schon alles gemacht!"

"DAS habe ich Dir ja schon vorhin gesagt, dass ihr das schon alles in eurer Mappe habt!"

"Na ja, aber ein bisserl sieht's anders aus. Und das ist neu! Das haben wir noch nicht gemacht!".

Ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere überfüllten Lehrpläne für drei Wochen im ersten Schulsemester vorsehen, dass größtenteils nur wiederholt wird. Ob in siebeneinhalb Jahren bei unserer glorreichen Zentralmatura darauf Rücksicht genommen wird, dass dann die "Corona-Jahrgänge" maturieren, wird sich zeigen. Kann ich mir nicht vorstellen.

 

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Lockdown "hart" 2 - day 05 - über Horoskope, die Liebe, den Sport und Gutscheine

Düstere Aussichten für 2021
Düstere Aussichten für 2021

Lockdaaaaaauuuuuuuuuuunnnn Däääääiijjjj Faiiiiffff. Guten Morgen Österreich.

Es ist Samstag. Wochenende. Eine gewisse Lethargie stellt sich ein. Ich hieve meinen zur Risikogruppe zählenden Körper mit letzter Eigenkraft empor, einer Auferstehung gleich und schleppe mich schlürfenden Schrittes in die Küche, das Klassenzimmer.

Dort in der Ferne erblicke ich den dunklen Turm. Die Kaffeemaschine. Wenige Meter trennen mich von ihr und dem flüssigen, schwarzen Gold.

Doch davor steht meine Frau und blättert in einem broschürenartigen Büchlein. "2021 - Das Jahr, in dem Saturn dir auf den Kopf scheisst" von Gerda Rogers.

Meine Frau wirft mir einen mitleidigen Blick zu, der unmittelbar darauf von einem breiten Grinsen abgelöst wird. "Mein Jahr wird super!!! Deines ... na ja ..." Da war er wieder der mitleidige Blick. Ich überfliege mein Jahreshoroskop in aller Eile.

Danke Gerda. You made my day. Ich blättere zum Zwilling. Überfliege den Beitrag. Komme zum Kapitel "Die Liebe im Jahr 2021". Hier sind auch die sternzeichentechnischen Konstellationen angeführt und die Kompatibilität wird mit Herzsymbolen dargestellt. Sechs Herzen stehen für die maximale Übereinstimmung. "Da! Wir passen nur durchschnittlich zusammen!" lässt mich meine Frau schelmisch wissen. Ich bleibe ruhig und blättere zum Stier zurück. "Ja, liegt aber nicht an mir." entgegne ich. Sie "Wieso?". Ich "Da ... beim Stier stehen beim Zwilling vier Herzen, beim Zwilling stehen beim Stier aber nur zwei Herzen, also liegt's an Dir." Touchdown.

Wo liegt meine maximale Trefferquote? Jungfrau und Steinbock. Aha. Wo bekomme ich jetzt eine 40plus-Jungfrau her?

"Und ich bin sanguistisch." ergänzt sie. Keine Ahnung was das sein soll.

"Aha. Und was bin ich?"

"Du bist phlegmatisch."

"Ja, stimmt, ich bin im Auto immer phlegmatisch."

"Nein, da bist Du cholerisch!"

Da fällt mir der Vorfall ein, der sich diese Woche bei der Kreuzung Steinwenderstraße/Drauparkstraße abgespielt hat. Ich von Süden mit dem Auto kommend, Ampel für Geradeausfahren ist rot. Ich blinke rechts und biege ab. Hinter mir ein Hupkonzert und ein Mitbürger, der rhythmisch im Auto auf und ab hüpfend auf seine Hupe eindrischt. Hab ich mir gedacht "Wenn du **ZENSUR** einen Bruchteil der Energie, die du für's Fuchteln und auf die Hupedreschen aufwendest, darin investiert hättest, mit deinen Augenmuskeln deine Sehorgane ein paar Grad weiter nach rechts zu drehen, dann hättest die Zusatzampel, auf der ein grüner, backside illuminated arrow, der nach rechts zeigt, zu sehen gewesen ist, wahrgenommen. 

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Lockdown "hart" 2 - day 04 - Architekturfotografie

Noitide Detimil! ADELEW! Rewohs doog leef! Rewgni regizrüw!!! Eine satanische Reinigungsbeschwörung, oder "Limited Edition, Weleda, Feel Good Shower, Würziger Ingwer" während des Duschens rückwärts gelesen.

Zuvor versucht mich spärlich bekleidet aus dem Schlafzimmer zu stehlen, ohne dass mich die Mitschüler/innen meiner Jüngsten im Hintergrund des Webcam-Bildes erblicken.

 

Kurz davor beim Kaffeemachen noch vorm ersten Schluck Italienisch-Übungen-Bewältigen geholfen. Vorm ersten Schluck Kaffee. Vorm ersten Schluck Kaffee ... na ja, auch überlebt. Meine Frau hat heute frei (Im angestelltentechnischen Sinn! Eine Frau, Mutter, Hausfrau hat NIE frei! Gerade nochmal die Kurve gekratzt. "Komm ins Licht!" hat die Stimme gerufen.) Deswegen konnte ich meinen Kaffee dann e-paper-Zeitung-lesend im Bett genießen.

Lockdown, Homeschooling, ein pubertierendes Kind, nicht existentes Fotografen-Weihnachtsgeschäft ... Herz was begehrst Du mehr? Hab gestern beim Abendessen im Zuge einer Diskussion mit unserer Maus im Hintergrund (geht mit Bluetooth, Handy und Spotify perfekt) "Spiel mir das Lied vom Tod" ablaufen lassen. Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen. Zugleich Musikunterricht. Ennio Morricone, ein begnadeter Filmmusikkomponist. Heute Morgen auf FM4 - "STOP THE SPREAD!" Ich dachte bis jetzt immer, dass STS ein Akronym aus Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz wäre. Stop the spread, start doing whatever you wanna do but stay at home and stop the spread. Eat bread, stop the spread. Brad? Where is Braaaad? He's in the pit! Aber nun zum Kern der Sache (Der hat den Absprung übrigens auch rechtzeitig geschafft) kurz unmündig auf den Punkt gebracht: die Architekturfotografie.

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Lockdown "hart" 2 - day 03 - Tierfotografie

Routine tritt ein. Lockdown. Lock Daun. Loooooock Daaaaaaauuuuun. Egal wie man’s ausspricht, wird nicht besser. Heute beim Duschen im Sinne von „Ich will aus dem Ganzen ausbrechen!“ mit den Fingern über die Glaswand geschrubbt. Hat ein Quietschgeräusch gemacht. Hab’s noch ein paar Mal wiederholt. Kam mir bekannt vor. Hab dann die Dusch-Szene aus „Psycho“ mit mir selbst nachgespielt.

Feuchtunfröhliche Einstimmung auf einen weiteren Tag Hooooohhhhmmmmmskuuuuuuhhhliiiinnnng. Find das genial. Kinderlose Politiker entscheiden über Schulschließungen.

Früher … im vorigen Jahrtausend … in meiner Kindheit … da hieß es noch: „Gusch. Da kannst dann mitreden, wenn Du das, das, das und das mal selber gemacht hast.“

Ist heute offenbar anders. Dafür gibt’s heute Experten, auf die man dann nicht hört.

Kurz danach (welch geniales Wortspiel) Kopfkino. Wiederum die Duschszene. Allerdings ich jetzt in der Rolle von Norman Beats … ja … Beats, nicht Bates. Denn Norman öffnet die Duschtüre (kein Vorhang, wir machen ein modernes Remake. Wer ist übrigens wir? Egal.) Dahinter steht einer der vier apokalyptischen Covid-Reiter unserer Volksvertretung, bereit die nächsten Maßnahmen zu verkünden und frägt mit kindlicher Stimme „Ist da jemand?“  Und Norman sagt „Ja natürlich!“ und  beats him wiff the selbstgebastelte Ampel-Taferl mit drei roten Lichtern („Ein Mann sieht Rot“ – Charles Bronson), weil’s bei Babsi’s Bastelladen vorm Lockdown kein gelbes und grünes Krepppapier mehr gegeben hat, solange auf die unbesetzte Schaltzentrale bis ihm was Gescheites einfällt. Eine gewaltige Erleuchtung sozusagen. Professor Pacheiner – der gewalttätige Erleuchter. Aber schön mit Abstand. So eine Arm- und Ampel-Taferllänge. Kommt bei mir eh fast ein indischer Babyelefant dabei raus.

Meine Frau würde mich an dieser Stelle schon wieder kopfschüttelnd fragen, wie einem Menschen allein so schnell so viel Sch…. einfallen kann. Und ich würde „It’s a gift.“ antworten.

So, Kopfkino aus. Auf zu neuen Taten! Kontrolle der Englisch-Übung. Autsch. Very ouch. Geh ich jetzt nicht näher darauf ein. Sind meine Ansprüche zu hoch. Mag sein. Neue/Alte Erkenntnis: Homeschooling kann „echten“ Unterricht nicht ersetzen. Und das ärgert mich zugegebenermaßen immens. Diesen Rückstand ... weder den aus dem Frühling, noch den, der jetzt entsteht, den holst nicht mehr auf. 

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Lockdown "hart" 2 - day 02 - Passbildfotografie

Tag 2 im "harten Lockdown" beginnt. Die Augen mit großer Sorge, nein stimmt nicht, war mir eigentlich egal. Sorge wäre dann später gekommen. Die Augen auf die Nadel gerichtet. Noch knapp über der Hälfte. Gut so. Ich stehe dazu. Ich bin ein Warmduscher. Abhärtung wunderbar. Stärkung des Immunsystems durch kaltes Duschen. Wunderbar. Damit finge ich dann an, wenn ich mich von der Lungenentzündung, die ich mir beim Kaltduschen eingefangen hätte, wieder erholt haben würde. Wenn Du in der Duschkette der Familie das letzte Glied bist (ja, an dieser Stelle werden wieder etliche weibliche Leser "Dann muss MANN halt früher aufstehen!" raunzen), ist Warmwasser keine Selbstverständlichkeit, denn schließlich ist Fernwärme bei einem Boiler nur die Bezeichnung für die räumliche Distanz des Duschenden zum Warmwasserspeicher.

 

Erste Lockdown-bedingte Halluzinationen machen sich bemerkbar. Zwei Einhörner laufen durchs Badezimmer. Waren dann doch nur die Patschen von der Kleinen.

Schulbeginn Tag 2, Homeschooling. Das Wort hat seit gestern keinen Deut an Attraktivität hinzu gewonnen. Hooooohmmmschooooolllliiiiiiinnnnng.

Das Gute daran ist, dass die Kleine dermaßen brav und pflichtbewusst ist, dass auch ich dem neu erworbenen Status des Lehrkörpers entsprechen kann. Auch wenn sich's manchmal eher wie ein Leerkörper anfühlt.

Vor allem nach einer halben Stunde ausgiebigem Hometraining. Hoooooooohhhhmmmmmtraiiiniiiiiiiiinnng. Warum tu ich mir das an? Diese Frage stelle ich mir, während ich schwer keuchend über mein Notizbuch gebückt beobachte, wie sich der Schweißtropfen, der von meiner Stirn auf die Seite des Buches gefallen ist, seinen Weg durch die darunter liegenden Seiten ätzt. So wie im Film "Alien". Wobei man sich beim Trainieren eher wie "Das Ding aus einer anderen Welt" fühlt. Zumindest im Kopfkino. Somit steht es im Kampf Hannes : Innerer Schweinehund 1:0. Ha! Touchdown! Auf zu neuen Taten!

 

Womit wir beim heutigen Thema wären - der Passbildfotografie:

Aber zuvor nochmal checken, warum es im "Klassenzimmer" (Küche, fängt aber auch mit "K" an), so verdächtig leise ist.

So alles paletti. Hab gerade via Videokonferenz meine ehemalige Englisch-Lehrerin erblickt. Dass sie auch mal eines meiner Kinder unterrichten würde, hätte ich mir zu meiner Gymnasium-Zeit nicht gedacht. 

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Lockdown "hart" 2 - day 01 - Hochzeitsfotografie

Letzten Samstag die Bekanntgabe eines neuerlichen "harten" Lockdowns. 

 

Nach anfänglicher Frustration gewürzt mit Spuren von Depression und feinen Essenzen der Aggression hat mich der Blitz glücklicherweise nicht beim Sch.... getroffen, aber es sind diese Momente, in denen einem so manch Gedanke zufliegt.

 

Ich habe daher beschlossen, die Zeit während des Lockdowns unter anderem dafür zu benutzen, Tag für Tag eine Sparte meiner Dienstleistungen vorzustellen und ein wenig zu beschreiben. Es kommt immer wieder vor, dass Leute mich fragen, ob ich eigentlich zum Beispiel auch Passfotos mache, oder eben zum Beispiel Hochzeiten fotografiere, weil sie es nicht wissen.

 

Nebenbei mache ich gerade hier und jetzt auch Homeschooling. Meine jüngste Tochter frägt mir Löcher in den Bauch. Meistens Dinge, die eh im Buch stehen. Aber auch das werden wir noch schaffen. Egal was ich davon halte, es nützt nichts, da müssen wir durch. Wird noch soweit kommen, dass mir das Peraugymnasium in Villach eine Lehrstelle anbieten wird.

 

P² = P • P = Professor Pacheiner

HP² = H • (P • P)= Herr Professor Pacheiner

HP²k = H • (P • P) • k = Herr Professor Pacheiner kocht

 

Jetzt ist nämlich Zeit für Mittagessen machen, denn schließlich braucht die Maus was Warmes im Magen. Weiterschreiben kann ich dann auch noch. Aber - das Gute an der Sache ist - wir haben ja bereits Tag 1! Ein paar Stunden sind schon geschafft!

 

Erkenntnis nach dem Mittagessen:

Man(n) kann ältere Cocktail-Tomaten, die schon etwas "eingelaufen" sind und zum Verzehr nicht unbedingt einladen noch wunderbar verwenden, indem man sie für einen Salat aufbereitet. Dafür hab ich so einen Gemüse-Shredder von Tupperware. Ging ungewöhnlich schwer. Tomaten vielleicht doch schon etwas zu alt? Hab beim Abwaschen bemerkt, dass ich den Messerschutz nicht entfernt hatte.

 

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Auflösung Bilderrätsel 2020 #08

Vorweg wieder mal ein herzliches Dankeschön für die rege Teilnahme! Ich hoffe, das Rätsel war nicht zu schwer, doch wen es wer errät, bedeutet dies zugleich, dass es lösbar gewesen ist. :)

 

Auf dem Foto sind ein Teil des Flaschenhalses und Vitamin-D-Nahrungsergänzunsmittel-Tabletten zu sehen. Nachdem ich bekennender Fischverweigerer bin und labortechnisch bewiesenermaßen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel habe, helfe ich dem auf nichtfischige Weise nach.

 

Allerdings hab ich eine Flasche bekommen, deren Inhalt zusammenklebte. Um ran zu kommen, hab ich dann die Flasche aufgeschnitten und den Pfropf heraus gezogen. Mir hat das Motiv gefallen und somit war die Idee für ein neues Bilderrätsel geboren.

 

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Auflösung Bilderrätsel 2020 #06

Und hier die Auflösung zum Bilderrätsel 2020 #06 und wiederum ein wenig zur Entstehung:

 

Nachdem ich mich immer wieder bemühe, mich gesünder zu ernähren hab ich vor ein paar Tagen beschlossen mit Spiegelei(er) mit Spinat zu machen. Cremespinat. Als ich die Packung aufgemacht hatte, hab ich mich versucht zu erinnern, ob ich als Kind eigentlich Cremespinat gemocht habe. 

 

Soweit ich weiß schon ... also ich assoziiere zumindest nichts Negatives damit, sonst würde ich ihn heute ja wohl kaum essen. Die Packung aufgemacht und siehe da ... eine wunderschöne Mikrolandschaft in sattem Grün erschließt sich mir. Und schon war die Idee für das Bilderrätsel geboren.

 

Zuerst hatte ich vor, das Foto in Farbe zu posten, hab mich dann aber letztlich dagegen entschieden, da es ansonsten meiner Meinung nach zu einfach geworden wäre, da die Eiskristalle mehr oder weniger offensichtlich waren. Um das Ganze in Schwarz-Weiß dafür etwas einfacher zu gestalten, hab ich den Bildausschnitt so gewählt, dass am Bildrand oben rechts Teile des Verpackungskartons zu sehen gewesen sind.

 

Ich finde es immer wieder total spannend, was die Leute in den Bilderrätseln (zu) sehen (glauben). Einige Antworten sind natürlich genau so wenig ernst zu nehmen, wie manche meiner Hinweise, zugleich macht das einen Teil des Spaßes aus. Besonders gut hat mir die Antwort "Gebrochener Fugenzement bei Steinfliesen" gefallen. Sieht tatsächlich so aus! Immer wieder interessant, was Farbe ausmacht.

 

 

Hier das Originalbild und noch ein paar Fotos, die ich für das Bilderrätsel gemacht hab:

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the secret of my success - part 1

Eine meiner - wie ich meine - größten Stärken ist es, aus Fehlern zu lernen. Ich sehe Fehler als Chance zu lernen, besser zu werden. Wenn mir ein Fehler passiert, stehe ich dazu, wobei ich nicht gerne Fehler mache. ;-)

Dies ist wohl meinem Hang zum Perfektionismus zu schulden.

 

War es ein Fehler mich als Fotograf selbstständig zu machen? 2013 habe ich meinen Bankjob (ich war 23 Jahre in der Bank) an den sprichwörtlichen Nagel gehängt und bin seitdem hauptberuflicher Fotograf mit eigenem Fotostudio in Villach. Ich habe diese Entscheidung bis heute noch nie bereut. Als ich aufgrund des Corona-Lockdowns meinen Betrieb schließen musste, passierte es das erste Mal, dass ich mir die Frage gestellt habe, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist, mich selbstständig zu machen, mich als Fotograf selbstständig zu machen.

 

"Hinterher reitet die Urschel" und so hab ich diesen Gedanken dann wieder rasch verworfen und mich auf Produktiveres konzentriert. 

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Die Konkurrenz schläft nicht!

Im Auftrag der Kleinen Zeitung war ich in der HTL Villach, wo der diesjährige HTL-Award für die Leistungen im Bereich Sicherheit und Erste Hilfe verliehen worden ist.

 

Vor Ort auch ein anderer Fotograf, denn - wie man weiß - die Konkurrenz schläft nicht!

 

Dazu muss man allerdings erwähnen, dass ich konkurrenzlos bin. Ich habe zahlreiche Mitbewerber, aber keine Konkurrenten. Ich erachte das Wort "Konkurrenz" (das übrigens vom Lateinischen "concurrere" zu Deutsch "zusammenlaufen", "aufeinander rennen" stammt, wie jeder weiß, der in der Schule Französisch hatte. (Womit bewiesen wäre, dass ich googeln kann :D) als negativ behaftet. Ebenso habe ich keinen Stress, zumindest keinen bewussten.

Stress ist für mich ein ebenso negativ behaftetes Wort. Ich habe extrem viel zu tun, aber deswegen bin ich nicht gestresst, sondern ausgelastet und das erachte ich als Selbstständiger als positiv.

 

Für den einen Wortklauberei, für mich Essentielles. Back to topic - Vor Ort also ein anderer Fotograf. Die HTL hat ihren besten "Schülerfotografen" engagiert, wie mir eine Lehrkraft berichtet.

 

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Hannes gegen den Strom

Hatte heute einen Termin  in Oberkärnten, Nähe Hermagor. Mit Manuel Ressi vom Bärenwirt auf dem Gemüsebauernhof von Stefan Bachmann. Auf einer Seehöhe von knapp über 1.000 m wird dort eingebettet inmitten  einer herrlichen Landschaft Gemüse angebaut. 

 

Die Felder sind eingezäunt. Mit einem Weidezaun wohlgemerkt. Wenn man sich komplett auf's Motiv konzentriert, kann's schon mal passieren, dass man vielleicht nicht so ganz unwesentliche Dinge übersieht.

 

Ein eigenartiges, prickelndes Gefühl im Bereich dessen, was mich von einer Frau unterscheidet (Jawohl, gleich beim ersten Mal ein Volltreffer), hat mich dann erkennen lassen, dass das Ding unter Strom steht. Der Zaun wohlgemerkt!

 

In Summe hat's mich dann noch drei, vier Mal beim "Unterqueren" des Zauns erwischt. Solchermaßen energiegeladen bin ich dann voller Tatendrang zum nächsten Termin geeilt! :D :D :D 

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Intime Begegnung unter Männern

Spärlich bekleidet liege ich da. Draußen ist es heiß, der Straßenlärm dringt durch das geöffnete Fenster. Er beugt sich über mich und fordert mich auf, mir mit überkreuzten Armen an meine Schultern zu fassen.

 

Dann umarmt er mich. Ich liege in seinen kräftigen Armen. Er schiebt mir seinen linken Arm unter meinen Rücken. Ich bereite mich innerlich auf diesen unvergesslichen Moment vor. "Tief einatmen" sagt er zu mir mit seiner tiefen, sonoren Stimme. Ich atme tief ein. "Und ausatmen". Ich atme aus. Er beginnt mich sanft zu wiegen. "Kracks". Die erste Rippe ist wieder dort, wo sie hingehört.

 

Ja, solche Besuche beim Osteopathen gehören auch zum Alltag eines Berufsfotografen. Und die Moral von der Geschicht: Heb allein Ronald Mc'Donald nicht!

 

Bei einem Shooting, bei dem eine ca. 2,3 m hohe Ronald Mc'Donald Figur eine Rolle gespielt hat, hatte Mann nichts besseres zu tun, als diese (in der linken Hand hielt man schließlich die Kamera) einhändig zurück zu tragen. Ein Knacksen im Brustwirbelsäulenbereich ließ bereits erahnen, dass dies nicht zu meinen besten Einfällen gezählt hatte.

 

Und das ist der Mann, der meine Wirbel und Knochen immer wieder auf die rechte Bahn zurück führt:

 

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HPhoto - Hannes Pacheiner versus Nespresso

Kaffee ... mein Lebenselexier. Schwarzes, flüssiges Gold, seit Jahren ohne Milch und Zucker genossen.

 

Der italienische Kaffee hat es mir besonders angetan. Bei den rund 70 bis 80 Stunden Arbeit die Woche stellt Kaffee einen mehrfachen, fixen Bestanteil meines Arbeitstages dar.

 

Wenn's mal schnell gehen muss, wird schon mal auf Nespresso zurückgegriffen. Meine Blutgruppe: Ristretto.

 

Meine in die Jahre gekommene Nespresso-Maschine hat in den letzten Monaten einen eigenen Tick entwickelt. Anfangs hat sie sich nach dem Einschalten gleich wieder ausgeschaltet. Nochmal eingeschaltet und dann hat es wieder funktioniert.

 

In den letzten Wochen musste ich dann auf die Melktechnik umsteigen. Das heißt Einschalten, zweiten Knopf drücken, Maschine läuft an, Maschine geht gleich wieder aus. Beim zweiten oder dritten Mal das verheißungsvolle "Blopp", die Kapsel ist aufgesprungen, schwarzes Gold träufelt in die Tasse. Maschine wieder von selbst aus. Einschaltknopf, zweiter Knopf, tropf tropf. Maschine aus. Einschaltknopf, zweiter Knopf, tropf, tropf. Maschine aus.

 

Ich nenne es "Kaffeemaschinenmelken", hat fast was Entspannendes, Meditiatives. Man muss sich seinen Espresso quasi erarbeiten.

 

Wir alle wissen, dass nicht jeder Tag gleich ist, unsere Tagesverfassung auch nicht. Mal ist man entspannter, mal weniger. Als meine Nespresso-Maschine sich heute nicht mal mehr im Tropf-Tropf-Reset-Modus funktioniert hat, sondern sich permanent nur mehr von selbst ausgeschaltet hat, habe ich nicht, wie mancher jetzt vielleicht vermuten mag, einen Zornausbruch erlitten oder womöglich gar geflucht, sondern mich meiner technischen Fähigkeiten besonnen.

 

Ein gezielter Schlag mit der Faust gepaart mit innerer, stoischer Ruhe auf das Gehäuse der Kaffeemaschine - und siehe da - für den Moment läuft sie wieder normal, muss nicht mehr gemolken werden.

 

Nachmachen empfehle ich übrigens bei Geräten, auf denen noch Garantie besteht, nicht. Ich nenne es die "Nespresso-Reset-Methode". ;-) Es sind übrigens dies die Momente, wo Fotos, wie jenes, das hier im Blog zu sehen ist, entstehen.

 

Schönes Wochenende,

Hannes :)

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Hochzeitsfotografie

Für mich zählt die Begleitung einer Hochzeit zu den schönsten Bereichen der Fotografie. 

 

Herausfordernd, extrem anspruchsvoll, spannend und schön zugleich.

 

Hape Kerkeling meinte mal in einem seiner Kabarett-Programme, in denen er als Eheberaterin Frau Van Dampen agierte, "Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit! In dieser Aussage steckt viel Wahrheit. Beziehung ist Arbeit. Wenn der anfängliche Hormonspiegel mal wieder auf normales Niveau gesunken und die rosarote Brille nicht mehr ganz so rosarot ist, dann fängt im Alltag mit all seinen Herausforderungen die Beziehungsarbeit an. Und wenn sich zwei Menschen dann entschließen, zu heiraten, dann komme ich ins Spiel.

 

Und auch hier wird Beziehungsarbeit geleistet. Ich möchte für "meine" Brautpaare nicht der Typ mit der Kamera sein, der die Fotos gemacht hat, sondern will unaufdringliche Wohlfühlatmosphäre vermitteln, ich darf meine Brautpaare an diesem Tag und auch zuvor begleiten. 

Beim ersten Gespräch, beim Kennenlerntermin wird nebst Modalitäten der geplante Ablauf, die Wünsche, die Vorstellungen besprochen. Gleichzeitig bietet dieses erste Treffen aber auch die Möglichkeit, zu sehen, zu spüren, ob die Chemie zwischen dem Brautpaar und mir passt.

Wäre dies nicht der Fall, wäre ich nicht der richtige Fotograf für die beiden. Es ist mit Sicherheit unprofessionell zu sagen, dass bei chemischer Unverträglichkeit, ein anderer Fotograf besser geeignet ist, das Paar an ihrem Hochzeitstag zu begleiten. Doch diesen Mangel an Professionalität gestehe ich mir zu.

Schließlich reicht Professionalität alleine nicht aus, um einzigartige Erinnerungsfotos zu machen. Sympathie und Wohlbefinden sind die Voraussetzung, dass man mit Herz bei der Sache ist, was man bei den Bildern später auch sieht.

Tagelanges Sichten und Nachbearbeiten der Bilder macht schließlich keinen Spaß, wenn man nicht mit dem Herzen dabei gewesen ist.

 

Vor der Hochzeit gibt's dann eine gemeinsame Location-Besichtigung, nochmals Besprechung des genauen Ablaufs und ein Probe-Shooting. Somit ist am eigentlichen Hochzeitstag das "vor der Kamera-Stehen" nichts Neues mehr und mein Brautpaar und ich sind uns auch bereits vertrauter.

 

Und das ist es, was mir Spaß macht, was schöne Erlebnisse in meinem Leben darstellt. Ich darf Leute bei ihrer Hochzeit begleiten. Kann teilhaben an diesem besonderen Ereignis, kann mich mitfreuen und bin ständig auf der Lauer ein wunderbares Bild nach dem anderen mit meinen Kameras einzufangen.

 

Apropos Kameras. *lacht*

Es kommt immer wieder vor, dass ich von Hochzeitsgästen auf meine Kamera reduziert wäre. "Aaaah ... das ist aber eine tolle Kamera! Die macht sicher tolle Fotos!" 

Antwortmöglichkeiten:

a) Jaaaa, das ist eine tolle Kamera! Die macht alles von alleine! Normalerweise könnte ich sie allein auf die Hochzeit schicken, die macht dann die Arbeit für mich, aber ich bin altmodisch und gehe daher noch gerne selbst mit.

b) Aaaaah ... der Herr Dr. XY ist so ein spitzenmäßiger Chirurg! Der hat so ein tolles Skalpell! Das macht erstklassige Operationen!

c) Technische Erklärung: Ja, die Kamera ist toll. Sie kann aber nichts, was eine billigere Kamera nicht auch kann. Sie hat einen eingebauten Verschluss. Der geht auf und zu. Und man kann ein Objektiv an der Kamera montieren. Das hat eine eingebaute Blende. Die geht auch auf und zu. Bild fertig.

 

Heutzutage will einem die Werbeindustrie ja weismachen, dass man eine bestimmte Kamera braucht, um bestimmte Fotos machen zu können, was im Großen und Ganzen natürlich Humbug ist.

Ein absolutes Muss stellt für mich die Ausstattung mit zwei Speicherkartensteckplätzen dar. Somit wird automatisch eine Kopie der Aufnahme auf die zweite Karte gespeichert. Auch wenn ich nur hochwertiges Equipment verwende, ist man theoretisch nie davor gefeit, dass mal was kaputt geht. Sollte also tatsächlich eine Speicherkarte das Zeitliche segnen, habe ich eine Sicherungskopie auf der zweiten. Es gibt Fotografen, die empfehlen daher keine "großen" Speicherkarten zu verwenden, weil dann viele Bilder theoretisch verloren sind. Meiner Meinung nach macht es keinen Unterschied, ob die Fotos vom Ringanstecken auf einer 8GB-Karte oder einer 64GB-Karte gespeichert sind. Kaputt ist kaputt. Daher zwei Kartenslots für mich unabdingbar.

 

Ebenso selbstverständlich ist es für mich, dass ich immer eine Back-Up-Kamera dabei habe. Mir ist tatsächlich einmal eine Kamera auf einer Hochzeit "verstorben". Hier das "letze Bild":

 

 

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A new beginning ...

Nachdem es offenbar eine aktuelle Zeiterscheinung ist, dass ein Blog quasi ein Muss darstellt, möchte auch ich diesem Trend folgen und meinen Blog dazu nutzen, ausgewählte Bilder zu präsentieren, dann und wann eine Geschichte zu den Bildern zu erzählen, meine Gedanken zu den Bildern zu schildern bzw. das eine oder andere Mal auch etwas zur Technischen Komponente zu vermitteln.


Auf das "Echo" bin ich schon heute neugierig. *schmunzelt*


Mehr - demnächst. Liebe Grüße, Hannes Pacheiner

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