Lockdown "hart" 2 - day 03 - Tierfotografie

Routine tritt ein. Lockdown. Lock Daun. Loooooock Daaaaaaauuuuun. Egal wie man’s ausspricht, wird nicht besser. Heute beim Duschen im Sinne von „Ich will aus dem Ganzen ausbrechen!“ mit den Fingern über die Glaswand geschrubbt. Hat ein Quietschgeräusch gemacht. Hab’s noch ein paar Mal wiederholt. Kam mir bekannt vor. Hab dann die Dusch-Szene aus „Psycho“ mit mir selbst nachgespielt.

Feuchtunfröhliche Einstimmung auf einen weiteren Tag Hooooohhhhmmmmmskuuuuuuhhhliiiinnnng. Find das genial. Kinderlose Politiker entscheiden über Schulschließungen.

Früher … im vorigen Jahrtausend … in meiner Kindheit … da hieß es noch: „Gusch. Da kannst dann mitreden, wenn Du das, das, das und das mal selber gemacht hast.“

Ist heute offenbar anders. Dafür gibt’s heute Experten, auf die man dann nicht hört.

Kurz danach (welch geniales Wortspiel) Kopfkino. Wiederum die Duschszene. Allerdings ich jetzt in der Rolle von Norman Beats … ja … Beats, nicht Bates. Denn Norman öffnet die Duschtüre (kein Vorhang, wir machen ein modernes Remake. Wer ist übrigens wir? Egal.) Dahinter steht einer der vier apokalyptischen Covid-Reiter unserer Volksvertretung, bereit die nächsten Maßnahmen zu verkünden und frägt mit kindlicher Stimme „Ist da jemand?“  Und Norman sagt „Ja natürlich!“ und  beats him wiff the selbstgebastelte Ampel-Taferl mit drei roten Lichtern („Ein Mann sieht Rot“ – Charles Bronson), weil’s bei Babsi’s Bastelladen vorm Lockdown kein gelbes und grünes Krepppapier mehr gegeben hat, solange auf die unbesetzte Schaltzentrale bis ihm was Gescheites einfällt. Eine gewaltige Erleuchtung sozusagen. Professor Pacheiner – der gewalttätige Erleuchter. Aber schön mit Abstand. So eine Arm- und Ampel-Taferllänge. Kommt bei mir eh fast ein indischer Babyelefant dabei raus.

Meine Frau würde mich an dieser Stelle schon wieder kopfschüttelnd fragen, wie einem Menschen allein so schnell so viel Sch…. einfallen kann. Und ich würde „It’s a gift.“ antworten.

So, Kopfkino aus. Auf zu neuen Taten! Kontrolle der Englisch-Übung. Autsch. Very ouch. Geh ich jetzt nicht näher darauf ein. Sind meine Ansprüche zu hoch. Mag sein. Neue/Alte Erkenntnis: Homeschooling kann „echten“ Unterricht nicht ersetzen. Und das ärgert mich zugegebenermaßen immens. Diesen Rückstand ... weder den aus dem Frühling, noch den, der jetzt entsteht, den holst nicht mehr auf. 

Eine Nachricht bringt mich auf andere Gedanken. Zarte Hoffnung keimt auf. Eine Kundschaft fragt wegen einem Gutschein für ein Foto-Shooting an. Solchermaßen motiviert kommen wir zum heutigen Thema. Tierfotografie. Und ich meine damit jetzt nicht die Wildlife-Tierfotografie, sondern Fotos mit und von Euren mehr oder weniger treuen Begleitern (den vierbeinigen), den Kriechtieren, Gliederfüßlern oder was auch immer Ihr Euch sonst Zuhause haltet.

Es können sowohl Fotos vom Tier allein oder gemeinsam mit Euch gemacht werden.

Entweder bei mir im Fotostudio in Villach, bei Euch Zuhause oder draußen im Freien - je nachdem wie gewünscht.

Hatte vor einiger Zeit eine Familie mit ihrem jungen Hund bei mir im Studio. Ein herrliches Exemplar von einem weißen Schäferhund mit dem wunderschönen Namen Odin.

Odin war für mich von Beginn an der Star des Shootings. Ein Prachttier. Selten folgsam und zum sprichwörtlichen Anbeißen!

Das ist das Stichwort. So. Mittagessen für die Maus gemacht und außerdem koche ich heute Abend. Es gibt Wok. Mit Fleisch und Gemüse. Muss heute noch raus, Fleisch kaufen. Einer der Gründe, für die ich das Haus verlassen darf. Werde mir ein Taferl um den Hals hängen "Bin nur zum Fleischkaufen heraußen" und mich so der Verfolgung durch allfällige Corona-Paniker und selbsternannter Corona-Hilfspolizisten entziehen. Zugleich leichte Beute für militante Veganer und Vegetarier. Schwierig. Schwierig. Das will wohlüberlegt sein.

Und nein. Ich bin nicht multitaskingfähig, falls sich jemand fragen sollte, wie man so schnell off-topic gehen kann. Ich denke sequentiell. Beim letzten Foto für heute setzt neben dem Gefühl der schönen Erinnerung allerdings auch ein bisschen Wehmut ein. Ich liebe dieses Foto. Es zeigt die für mich typische Darstellung des "echten Lebens". Und dazu zählt nun mal auch, dass ein Kleinkind, das das Foto-Shooting wohlgemerkt nicht gebucht hatte, eben nicht jede Sekunde posed und glücklich und zufrieden lächelnd in die Kamera blickt. Ich mag solche Fotos. Die abgebildete Hunde-Dame weilt allerdings leider nicht mehr unter uns. Doch wenn man sich das Foto ansieht, kann man erkennen, was für ein gutmütiges Tier sie gewesen ist - eine schöne, bildliche Erinnerung.

 

Das war's für heute und in diesem Sinne noch einen schönen Tag und natürlich stehe ich auch für die Buchung von Shootings mit all Euren zwei- oder vierbeinigen Lieblingen zur Verfügung! 

 

Ah ja ... etwas Wichtiges noch. Etwas wirklich Wichtiges. Stellt Euch bitte vor ich trete mit unheilvoller, besorgter Mine vor die Fernsehkameras der Nation. Maskenlos, dafür aber im Anzug. Ich blicke kurz in die virtuelle Runde und erhebe meine Stimme:

"Heute ist Weltmännertag."

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