Lockdown "hart" 2 - day 16 - über's Impfen, Autofahren bei Neuschnee und die Produktfotografie

Tag 16 im Lockdown "hart". Winter is coming. Hab gestern Abend Pizza gemacht und heute erfreulicherweise über keinerlei Beschwerden zu klagen. Nach dem Flüssigfrühstück (schwarzes Gold) für eine halbe Stunde rauf auf das Rudergerät und trainierend abreagiert. Auf der digitalen Titelseite meiner Tageszeitung prangert "Die große Impfdebatte - Mythen & Fakten". Mir eigentlich so ziemlich egal, solange ich selbst entscheiden darf, was ich mache und was nicht. Wobei mich gerade in diesem Moment die eigene Wortwahl ein wenig schockiert. Solange ich selbst entscheiden darf, was ich mache und was nicht. Solange ich selbst entscheiden kann, müsste es heißen. Das "dürfen" suggeriert ja bereits, das man sich damit abfindet, dass gewisse Dinge von der Entscheidung der Obrigkeit abhängig sein werden. Nicht mit mir. Viva la revolución!!! ICH entscheide, was ich mache und was nicht! Ha! Es beginnt zu schneien. Flockdown im Lockdown. Super. Normalerweise wäre das um diese Jahreszeit etwas Tolles. Vielleicht endlich mal Adventmarktfotos bei Schneefall oder zumindest mit Neuschnee möglich. Heuer kannst Adventbeleuchtung mit Schnee auf menschenleeren Straßen fotografieren. Brauche den Schnee aktuell somit überhaupt nicht. Bekomme ein wenig später mit dem Auto auf der Straße fahrend die Bestätigung. Ja, es ist schon eine Laune der Natur! Im Dezember hat es ja noch nie geschneit! Habe daher vollstes Verständnis dafür, dass die Straßen in der Stadt weder geräumt, noch gesalzen sind. Muss man ja nicht bei ein paar Zentimeter. Eh nicht. Das Problem ist nur, dass jedes Jahr beim ersten Neuschnee dieselben Nurmis mit ihren Autos unterwegs sind. Die wichtigste Regel bei Neuschnee und Straßen mit Steigung (Umgangssprachlich "Hiegl"), die noch keinerlei Winterdienst erfahren haben: bitte gaaaaaaaanz langsam anfahren! Ja nicht zu viel Gas geben und ganz wichtig - wenn's merkt's, dass die Antriebsräder durchrutschen anfangen - weg vom Gas und bremsen! Dann sanft den Hügel zurück heruntergleiten, mir entgegen, quergestellt dahinsiffelnd, wunderbar. Vor meinen geistigen Auge spielt ein neuer Kopfkinofilm. FSK18-Inhalt, den psychologischen Folgen des Lockdowns schuldend. Ich öffne die Fahrertüre. Steige wortlos aus meinem Auto. Winke dem Autofahrer vor mir, der mich durch die Scheibe beobachtet freundlich zu. Sein Wagen steht quer auf der Fahrbahn, die Hinterradfelge dicht an den Randstein geschmiegt. Ich ziehe eine Schneestange aus ihrer Verankerung und gehe zum hängen gebliebenen Auto. Ich hole zügig aus und wuchte mit schmeidigen Bewegungen die Schneestange solange auf die Motorhaube des anderen Fahrzeuges, bis die Stange bricht. Dann gehe ich noch immer mit freundlichem Gesichtsausdruck zur Fahrertüre und klopfe sanft an die Scheibe. Als der Fahrer diese herunter lässt grüße ich mit einem freundlichen "Jesus liebt dich!", setze mich in mein Auto und fahre weiter. Der bleibt beim nächsten Neuschnee zuhause. Kopfkino aus. Also umdrehen und andere Route suchen. Scheinbar leidet auch meine Eloquenz unter Lockdown und Flockdown. Erneut ein harter Übergang.

Produktfotografie

Produkt- oder auch Objektfotografie. Egal ob es um Werbefotos von Produkten für die Homepage oder einen Webshop geht - ob im Fotostudio in Villach oder vor Ort, ich stehe zur Verfügung. Ende eines ewig langen Fachthemas. Keks mich gerade selber über meine ausschweifende Darstellung zum Thema ab. Wobei - Moment! Hier gibt's doch noch was anzumerken! Dieses Maschinenfoto entstand im Zuge einer Arbeit für die Oberkärntner Firma M.A.I. International. Abgesehen davon, dass es ein echt lässiger Job war, spannend und mit einem gewissen Druck (Die Maschinen mussten am Tag der Fertigstellung fotografiert werden, am nächsten Tag wurden sie verschifft. Die Maschinen werden auf Auftrag gefertigt. Darunter einige Modelle, die nur einmal im Jahr gebaut werden. D.h. du weißt beim Fotografieren, baust du Scheiße, hast du richtig Scheiße gebaut, wenn du erst danach am PC bei der Bildbearbeitung drauf kommst.). Ich mag Herausforderungen. Außerdem mag ich den Chef der Firma, der auch Hannes heißt und dessen Nachname ebenfalls mit "P" anfängt. Und wenn man den Luxus hat, dass man mit Leuten zusammen arbeiten kann, die man dazu noch  mag - Herz was begehrst du mehr? Weniger Lockdowns vielleicht. So, das war's für heute. Morgen geht's - wenn ich genügend Zeit habe, denn das Fachthema wird etwas ausführlicher - um Erotikfotografie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass allein aufgrund der Bezeichnung die Zugriffszahlen in die Höhe schnalzen werden. Wie immer danke für's Lesen und bis morgen! 

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